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VW Abgas Skandal

AUTOR: REDAKTION | 28. SEPTEMBER 2015


VW Abgas Skandal

Größere Dimensionen als gedacht: der VW Abgas-Skandal

Der Abgas-Skandal bei VW bringt immer wieder neue Fakten ans Tageslicht, sodass die Manipulationsvorwürfe wesentlich größeres Ausmaß annehmen als bisher gedacht. Die VW Aktie rutschte in den Keller und der neue VW Chef, Matthias Müller, steht unter Zugzwang, einen gewaltigen Schaden vom Unternehmen abzuwenden, denn die betroffenen Fahrzeuge, ob gekauft oder geleast, müssen in die Werkstatt.

Ausweitung auf Deutschland: Auch Leasingnehmer bangen

VW steht mächtig in der Kritik: Waren es am Anfang noch über eine halbe Million Autos in den USA, die davon betroffen sind, sind nun 11 Millionen Diesel Fahrzeuge weltweit, die mit Software ausgestattet sind, um die Abgaswerte bei zu schönen. Der Skandal weitete sich auch noch aus, sodass nun auch bekannt wurde, dass auch Fahrzeuge in Deutschland betroffen sind – darunter können auch Leasingfahrzeuge sein. Nicht nur dass VW diese Autos in die Werkstatt rufen muss, es droht auch eine Strafe in Milliardenhöhe. Für diese Strafe hat VW bereits 6,5 Milliarden US-Dollar zurückgelegt - ob diese Summe letztendlich reicht, steht noch in den Sternen.

Deutsche VW Besitzer, darunter auch Leasingnehmer, bangen, ob nicht auch ihr Fahrzeug mit manipulierter Software ausgestattet ist. Verbraucherschützer sehen VW in der Pflicht, die Verbraucher zu entschädigen. Ob Sie als Käufer oder Leasingnehmer betroffen sind, können Sie überprüfen, denn nur gewisse Modelle mit bestimmten Spezifikationen sind betroffen. Nach aktuellem Stand sind es VW Dieselfahrzeuge mit der Euro 5 Norm und lediglich 4-Zylinder Diesel.

Kauf und Leasing eines Volkswagens

Als Verbraucher ganz von VW zu lassen, wäre eine etwas übertriebene Reaktion. Man kann unbedenklich einen VW kaufen oder leasen, solange man auf jene Konfiguration der Euro Norm und der Zylinderzahl achtet. Auf bestehende Leasingverträge hat der Abgas Skandal keine Auswirkungen da Leasingverträge eine separate Finanzdienstleistung darstellen und nichts mit derartigen Mängeln am Fahrzeug selbst zu tun hat.

Manipulierte Software in gekauften und geleasten Fahrzeugen

Der Vorwurf sieht wie folgt aus: Die amerikanische Umweltbehörde EPA erhebt Anschuldigungen gegen VW, dass verschiedene Modelle mit Software ausgestattet wurden, die erkennt, wenn das Auto auf dem Prüfstand steht und die Emissionen gemessen werden. Dementsprechend waren die Emissionen niedrig genug, um die Vorschriften auf dem US Markt einzuhalten. Beim normalen Fahren auf der Straße ist der Ausstoß der Abgase jedoch wesentlich höher. Betroffen sind unter anderem die Modelle Passat, Jetta und Golf.

Damit verstoßen die Diesel Fahrzeuge gegen die Vorschriften der Zulassung und müssen von VW repariert werden – darunter fallen auch Leasingfahrzeuge. Bereits letztes Jahr hatte die US Behörde Ermittlungen gegen Volkswagen begonnen. Da jedoch nicht abschließend geklärt werden konnte, warum die Fahrzeuge auf dem Teststand eine wesentlich geringere Emission aufweisen, drohte die Behörde, den Fahrzeugen des Baujahres 2016 die Lizenz zu entziehen. Erst auf Basis dieser Drohung gab VW den Einsatz der Software zu.

Strafzahlungen in Milliardenhöhe

Die VW Aktie rutschte in den Keller, erholt sich jedoch langsam wieder. Das Krisenmanagement von VW hat dazu seinen Beitrag geleistet. Darunter fällt auch, dass VW Chef Winterkorn zurückgetreten ist. Den Wolfsburgern droht nun allerdings eine Strafe in Milliardenhöhe. Zwar hat der Konzern bereits Schritte eingeleitet und etwas Geld auf die Seite gelegt, bei einer Höchststrafe kann es jedoch bis zu 18 Milliarden Euro alleine in den USA kommen. Denn ganz billig ist der Austausch der Software nicht, die in den Fahrzeugen vorgenommen werden muss.

Der Konzern will die Aufklärung des Skandals vorantreiben um nicht wichtige Absatzmärkte zu verlieren. Auch das Leasinggeschäft sieht VW betroffen: Da viele Menschen das Leasing dem Kauf vorziehen, befürchtet VW auch einen Einbruch in diesem Markt.

Auch Hyundai und KIA mussten letztes Jahr eine Strafe von insgesamt 300 Millionen Dollar zahlen, da ihre Autos mehr Kraftstoff verbrauchten als vom Werk aus angegeben.

 

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