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Ihr Leasingvertrag wurde abgelehnt?

AUTOR: REDAKTION | 06. SEPTEMBER 2018


Ihr Leasingvertrag wurde abgelehnt?

So kommen Sie eventuell dennoch zu Ihrem Wunsch-Fahrzeug!

Leasing erfreut sich bei vielen Autofahrern immer größerer Beliebtheit. Dies gilt zum einen natürlich für das geschäftliche Leasing, also bei Fahrzeugen, die als Firmenwagen beziehungsweise Geschäftswagen von Firmen, Selbstständigen oder Freiberuflern genutzt werden. Hier ist Kfz-Leasing schon lange das Mittel der Wahl, gerade auch aufgrund der Möglichkeiten zur steuerlichen Geltendmachung der Leasingraten. Doch zum anderen ist Leasing auch im privaten Bereich immer mehr „im Kommen“. Kein Wunder, denn kaum eine andere Finanzierungsform für die Fahrzeugnutzung bietet Autofahrern so viel Flexibilität, die Möglichkeit, immer wieder ein neues Auto zu fahren und gleichzeitig durch günstige Monatsraten und den Verzicht auf eine Anzahlung den Geldbeutel zu schonen.

Die Banken stellen gewisse Anforderungen für ein Leasing

Allerdings ist es nur fair, auch zu erwähnen, dass an ein Leasing immer auch gewisse Voraussetzungen geknüpft sind. Im Kern geht es darum, dem Leasinggeber/der Bank gegenüber eine ausreichende Bonität nachweisen zu können – darunter versteht man sinngemäß die Zahlungsfähigkeit bzw. Kreditwürdigkeit.

Dies mag den einen oder anderen Leasing-Interessenten verärgern, der sich einen noch einfacheren Zugang zu seinem neuen Auto wünschen würde. Andersherum bzw. aus Sicht der Leasingfirmen betrachtet, ist die Vorgehensweise aber natürlich mehr als verständlich. Schließlich wird dem Leasingnehmer ein hochwertiges, oftmals neues oder neuwertiges Fahrzeug im Wert von mehreren Zehntausend Euro zur Nutzung überlassen. Es ist nachvollziehbar, dass sich auch die Banken hier absichern möchten, um Probleme während des Leasings oder etwaige Zahlungsausfälle zu vermeiden. Das ist gleichzeitig übrigens im Interesse aller seriösen Leasingnehmer: Denn je weniger Ausfälle Banken und Leasinggeber einkalkulieren und verkraften müssen, umso günstigere Leasingraten lassen sich letztendlich darstellen und an Kunden weiterreichen.

Welche Kriterien betrachten die Leasingbanken bei der Prüfung eines Leasingantrags?

Im Grunde genommen geht es der Bank bei der Prüfung eines Leasingantrags um eine ebenso simple wie wichtige Fragestellung: Ist aufgrund der Gesamtumstände davon auszugehen, dass der Leasingnehmer über die komplette Laufzeit des Leasingvertrags hinweg, also zum Beispiel über die typischen drei Jahre bzw. 36 Monate, seinen finanziellen Verpflichtungen aus dem Vertrag nachkommen kann?

Hierzu wird zum einen betrachtet, welche monatlichen Einkünfte der Antragsteller hat – also in der Regel das Einkommen aus einer angestellten Tätigkeit oder die Einnahmen aus einer selbstständigen oder freiberuflichen Tätigkeit. Meist will die Bank natürlich entsprechende Belege zu den Angaben des potenziellen Leasingnehmers sehen. Bei Angestellten sind dies oft die letzten Gehaltsabrechnungen. Hierbei ist auch entscheidend, ob es sich um eine befristete oder eine unbefristete Beschäftigung handelt und wie lange der Arbeitnehmer bereits bei seinem aktuellen Arbeitgeber beschäftigt ist. Selbstständige müssen häufig ein bisschen mehr Aufwand betreiben, da die Einnahmen einzelner Monate nicht unbedingt repräsentativ sein müssen. Hier will die Bank unter Umständen je nach Einzelfall zum Beispiel Steuerbescheide, betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA), Testate des Steuerberaters oder Jahresabschlüsse sehen.

Ein geringes Einkommen muss keine Hürde für ein Leasing sein

Da die Einnahmen alleine nicht unbedingt aussagekräftig sind, wird im Rahmen der Prüfung auch die Ausgabenseite betrachtet. Der Grund dafür liegt auf der Hand: So kann beispielsweise ein verhältnismäßig kleines Einkommen durchaus ausreichend auch für das Leasing eines Premiumfahrzeugs sein, wenn den Einnahmen keine großen Ausgaben entgegenstehen – beispielsweise dann, wenn keine Kinder zu versorgen sind und/oder der Antragsteller in einer Eigentumswohnung wohnt und dadurch keine Mietzahlungen anfallen. Andererseits nützt auch ein sehr hohes Einkommen unter dem Strich wenig, wenn auch die Ausgaben sehr hoch sind. Im Prinzip geht es darum, dass die Bank erkennt, dass der Leasingnehmer über ausreichenden finanziellen Spielraum verfügt, er also auch nach Abzug seiner regulären für Wohnen, Versicherungen, Haushalt usw. noch genug Geld für das Leasingfahrzeug übrig bleibt.

Die Bonität wird auch per Schufa & Co. geprüft

Neben der Einnahmen-/Ausgabensituation spielt bei der Entscheidung über einen Leasingvertrag für ein Fahrzeug auch das bisherige Zahlungsverhalten des Antragstellers eine Rolle. Geprüft wird dies in der Regel durch das Einholen von Auskünften zum Beispiel bei der bekannten Schufa. Sind hier negative Einträge vorhanden – etwa aus geplatzten Kreditverträgen, nicht bezahlten Smartphone-Verträgen usw. – kann sich dies natürlich ungünstig auf die Entscheidung über den Leasingvertrag auswirken.

Der Leasingvertrag wird abgelehnt – was nun?

Das passende Auto wurde gefunden, alle Unterlagen sind eingereicht und langsam macht sich schon die Vorfreude auf das neue Fahrzeug breit – und nun plötzlich das: Die Bank lehnt den Leasingantrag ab. Was im ersten Moment natürlich sehr ärgerlich ist, muss aber keinesfalls das Ende aller Leasing-Träume bedeuten.

Eine Ablehnung muss nicht endgültig sein

Denn in einigen Fällen haben Leasing-Interessenten durchaus die Möglichkeit, trotz einer ersten Ablehnung dennoch zu einem Leasingvertrag zu kommen. Hierzu ist es zunächst einmal wichtig, möglichst genau herauszufinden, warum der Leasingvertrag offenbar abgelehnt wurde. Hierzu kann es zum Beispiel hilfreich sein, über Schufa & Co. eine sogenannte Selbstauskunft einzuholen und den eigenen „Bonitäts-Score“ abzufragen. Denn möglicherweise sind hier noch Negativ-Merkmale hinterlegt, die eigentlich bereits aus der Welt geräumt wurden – etwa offene Rechnungen oder frühere Zahlungsschwierigkeiten, die aber inzwischen zur Zufriedenheit aller Seiten erledigt werden konnten. In einem solchen Fall ist zu empfehlen, direkt die jeweilige Auskunftei zu kontaktieren und auf mögliche Fehler bzw. die nun veränderte Sachlage hinzuweisen. Eventuell ist ein neuer Versuch eines Leasingantrags mit dann „sauberem“ Eintrag von Erfolg gekrönt.

Möglichkeiten, wenn die monatliche Leasingrate zu hoch erscheint

Ein relativ häufiger und trivialer Grund für die Ablehnung eines Vertrags für ein Autoleasing kann sein, dass die Bank keinen ausreichenden finanziellen Spielraum für die monatliche Leasingrate erkennt. Ist die Leasingrate im Vergleich zum verfügbaren, freie Einkommen zu hoch, ist die Ablehnung die Folge. Doch auch in diesem Fall sind Leasing-Interessenten nicht die Hände gebunden. Denn es gibt sogar mehrere Möglichkeiten, mit dieser Situation umzugehen.

Durch Schnäppchen und Leasing-Deals oft sehr niedrige Leasingraten möglich

So kann es zum Beispiel eine Lösung sein, sich nach einem Fahrzeug umzusehen, welches bereits zu einer günstigeren monatlichen Leasingrate zu haben ist. Hier empfiehlt sich beispielsweise auch ein Blick auf die täglich aktualisierten Leasing-Schnäppchen bei LeasingTime.de. Hier können durchaus Kleinigkeiten entscheidend sein – und bei einer um 50 Euro niedrigeren Monatsrate sieht die Leasingbank dann möglicherweise den notwendigen Spielraum und gibt ihre Zustimmung für das Leasing-Vorhaben.

Eine freiwillige Anzahlung kann die Leasingraten senken

Doch auch, wer sich bereits in ein ganz bestimmtes Fahrzeug „verguckt“ hat, hat durchaus Möglichkeiten, an der Stellschraube „Leasingrate“ zu drehen. Dies geht typischerweise etwa über eine freiwillige Anzahlung zu Beginn des Leasings. Diese freiwillige Anzahlung wird direkt auf die Laufzeit und die monatlichen Leasingraten umgerechnet und senkt die monatlich nötigen Zahlungen entsprechend. Wer also etwas Geld zur freien Verfügung hat und in eine solche Anzahlung, die man im Fachjargon auch als Leasingsonderzahlung bezeichnet, investieren kann, der kann damit die monatliche Belastung deutlich reduzieren. Gut zu wissen: Hier sind keinesfalls immer exorbitant hohe Summen notwendig, um etwas zu bewirken. Gerade bei einem günstigen Fahrzeug etwa kann bereits eine Anzahlung von zum Beispiel 2.000 Euro den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Ein erstes „Nein“ ist bei einer Leasinganfrage also nicht zwangsläufig immer endgültig. Leasing-Interessenten sollten in dem Fall prüfen, woran die Absage gelegen hat und vor einer erneuten Anfrage wenn möglich nachbessern.

Sie haben weitere Fragen rund ums Leasing oder sind auf der Suche nach einem ganz bestimmten Angebot? Sprechen Sie uns an, unsere Leasing-Experten sind jederzeit gerne für Sie da!

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