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Neue Autoreifen sind durch den Herstellungsprozess besonders stabil und haltbar. Damit diese bei dem Produktionsvorgang nicht festkleben, sind sie mit einem Material aus Silikon ausgestattet. Werden die Reifen nun erstmalig auf ein Fahrzeug aufgezogen, sind sie noch relativ glatt. Daher ist es absolut wichtig, es mit den neuen Reifen anfangs etwas ruhiger angehen zu lassen, damit sich diese Silikonschicht lösen kann und der Reifen somit seinen optimalen Grip bekommt. Neureifen müssen daher eingefahren werden, damit es bei einem Bremsvorgang oder bei Kurvenfahrten nicht zu Problemen kommt. Auch eine Umstellung von zum Beispiel schmalen Reifen auf deutlich breitere benötigt in der Praxis eine gewisse Zeit, da es zu einer Veränderung des Fahrverhaltens kommt.


Auch die Jahreszeit hat einen gewissen Einfluss

Werden neue Reifen während der Winterzeit eingefahren, benötigen diese deutlich länger, als zum Beispiel während der Sommerzeit. Dies liegt vor allem daran, dass die Reifen bei Kälte nicht so schnell auf Temperatur kommen. Je schneller sich Neureifen erwärmen, umso rauer wird die Oberfläche und je besser fällt der Grip aus. Hier sollten Sie sich unbedingt daran halten, und den eigenen Fahrstil daran anpassen. Am besten ist es, während der ersten Zeit mit den Reifen besonders langsam und vorsichtig zu fahren und insbesondere in Kurven zurückhaltend zu agieren. Im Laufe der Zeit, wenn die Reifen an Haftung gewonnen haben, kann dann wieder zum normalen Fahrstil zurückgekehrt werden.


Auswuchten ist ebenfalls wichtig

Neue Reifen sollten im Idealfall absolut rundlaufen, damit sich das Gewicht des Fahrzeugs gleichmäßig verteilt. Ist dies nicht der Fall, kann eine Unwucht vorliegen, die auf Dauer zu Schäden führen kann. Dadurch treten unterschiedliche Kräfte auf, was sich durch ein „komisches“ Fahrverhalten bemerkbar macht. Dies können zum Beispiel laute Abrollgeräusche sein, die während der Fahrt als störend empfunden werden. Liegt eine Unwucht vor, sollten die Reifen entsprechend ausgewuchtet werden. Eine solche Auswuchtung erfolgt allerdings nicht nur beim Reifen alleine, sondern auch die Felge, also das gesamte Rad, wird mit einbezogen.

Werden Reifen in einer Fachwerkstatt neu am Fahrzeug montiert, wird in der Regel dort auch das Auswuchten vorgenommen. Im Normalfall gibt es mit neuen Reifen keine Probleme, wenn diese ordnungsgemäß angebracht werden. Bei einem Reifenwechsel, zum Beispiel von Sommer- auf Winterreifen, ist ein Auswuchten auf jeden Fall sinnvoll. Eine Unebenheit bei den Reifen liegt häufig auch vor, wenn es beim Lenkrad ein sogenanntes „Flattern“ gibt und Sie in bestimmten Situationen oft Gegenlenken müssen. Hier sollte auf jeden Fall zügig eine Werkstatt aufgesucht werden, damit die Reifen überprüft werden können.


Was gilt es zu beachten?

Reifen sind für ein Fahrzeug extrem sicherheitsrelevant, weil sie den einzigen direkten Kontakt zur Fahrbahn darstellen. Neue Reifen sollten immer paarweise gewechselt werden, also jeweils eine komplette Achse. Eine Mischbereifung ist zwar vom Prinzip her erlaubt, kann sich allerdings negativ auf den Fahrkomfort und das Fahrverhalten auswirken. Eine Bereifung mit deutlich unterschiedlichen Reifen sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Auf trockener Straße bieten breitere Reifen häufig mehr Stabilität, besonders in Kurven, allerdings sind sie bei Nässe anfälliger für Aquaplaning. Außerdem sorgen sie für einen höheren Verbrauch. Häufig werden neue Reifen nach Geschmack und Optik gewählt, da sie beim Fahrzeug zum Gesamteindruck beitragen.


Immer auf den Reifenverschleiß achten

Reifen unterliegen einem natürlichen Verschleiß, da sie bei jeder Fahrt beansprucht werden. Dieser lässt sich sehr gut an der Lauffläche kontrollieren. Neue Reifen bieten eine Profiltiefe von etwa 8 mm, dies sorgt für optimalen Grip und eine gute Kontrolle bei Nässe. Je höher der Verschleiß ausfällt, umso geringer wird die Profiltiefe und umso länger kann am Ende auch der Bremsweg ausfallen. Daher sollten Reifen regelmäßig kontrolliert werden. Reifen müssen zudem mit dem optimalen Luftdruck ausgestattet sein, damit eine gleichmäßige Abnutzung erfolgen kann. Ist der Reifendruck zu gering oder zu hoch, kann dies zu Schäden an der Lauffläche führen und der Reifen nutzt sich übermäßig stark ab. Außerdem geht dies zu Lasten der Fahrstabilität.

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