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Vorfahrt für Ihre Vorteile: Was Ihnen das Leasing von Fahrzeugen bietet

Fahrzeugleasing bietet sowohl Unternehmen wie auch Privatpersonen viele Vorteile, die sich von A wie Abschreibung der Leasingraten bis Z wie Zahlungsvereinbarungen erstrecken. Doch welche Vorteile lassen sich wie nutzen und worauf gilt es beim Leasing als Leasingnehmer zu achten?

Zunächst einmal muss der Unterschied zwischen Leasing und Autokauf auf Raten definiert werden, auch weil bereits in dieser Unterscheidung klar wird, wo grundlegende Vorteile beim Leasing liegen. Beim Ratenkauf eines Fahrzeugs bindet man sich in der Regel länger als 2-3 Jahre - und damit auch länger als die gängige Laufzeit eines Leasingvertrags - an ein Auto. Man kann das Fahrzeug natürlich auch nach 2-3 Jahren verkaufen, doch bedeutet dies Aufwand und Wertverlust -also eine große Differenz zwischen Neupreis und tatsächlich erzieltem Wiederverkaufspreis- gleichermaßen. Hält man das Auto hingegen länger, also beispielsweise 5-8 Jahre, verläuft die Wertverlustkurve zwar nicht mehr so steil, doch fallen häufiger teurere Reparaturen an, TÜV und Inspektionen inklusive. Zudem geht das Auto in den eigenen Besitz bzw. das Unternehmensvermögen über. Das wiederum kann sich steuerlich negativ auswirken. 

Beim Leasing wiederum bleibt der Leasinggeber in der Regel auch der Besitzer des Fahrzeugs. Der Leasingnehmer hingegen ist eine Art Mieter, dem das Fahrzeug zur Nutzung innerhalb eines vorher definierten Zeitraums überlassen wird. Dafür zahlt er dem Leasinggeber eine monatliche Leasingrate, um ihm den Wertverlust, also die Differenz zwischen Anschaffungspreis und Restwert nach Ende des Leasingvertrags, zu ersetzen.  Sobald der Vertrag ausläuft, kann der Leasingnehmer dem Leasinggeber das Auto zurückgeben, ohne es kaufen zu müssen. Das bedeutet zudem auch, dass der Leasingnehmer sich wieder ein neues Fahrzeug aussuchen kann - mit aktueller Technik, neuem Design, mehr Komfort und Sicherheit, weniger Kraftstoffverbrauch, etc.

Finanzielle Vor- und Nachteile beim Leasing

Ob man sich nun für ein Leasing mit Sonderzahlung oder auch für eines ohne Sonderzahlung entscheidet: Beim Leasing besteht in der Regel der Vorteil, dass das Fahrzeug nicht in den Besitz des Leasingnehmers übergeht und damit nicht zum Betriebsvermögen zählt. Auch lassen sich Sonderzahlung und Leasingraten steuermindernd einsetzen.  Je nachdem, für welche Variante man sich entscheidet - also mit oder ohne Sonderzahlung - fallen die monatlichen Raten entsprechend höher (ohne Sonderzahlung) oder eben niedriger (mit Sonderzahlung) aus.  Doch egal, in welcher Höhe die Leasingraten angesetzt sind: Sie verändern sich nicht über den gesamten Zeitraum des Leasings und unterliegen nicht der Inflation oder Zinsschwankungen.

Der Nachteil jedoch besteht darin, dass der Leasingvertrag auch dann bedient werden muss, wenn man das Leasingfahrzeug gar nicht mehr nutzt. Denn eine vorzeitige Kündigung seitens des Leasingnehmers ist in den seltensten Fällen vorgesehen - und wenn, dann nur gegen hohe Aufhebungsgebühren. Fazit: Leasingraten sind und bleiben über die gesamte Dauer des Leasings hinweg feste Kosten.

Die Leasinggesellschaft ihrerseits aber kann den Leasingvertrag fristlos kündigen, wenn beispielsweise Zahlungen ausbleiben. Als rechtlicher Eigentümer kann sie in solch einem Fall auch Beitreibungs- und Schadensersatzkosten an den Leasingnehmer weitergeben.  Zudem kann sie, falls der Leasingnehmer nach Ende der Leasinglaufzeit an einem Kauf interessiert ist, einen weitaus höheren Preis als den anfangs kalkulierten Restwert für das Auto verlangen.

Zwischen Kilometerabrechnungs-  und Restwertabrechnungsvertrag

Die Vor- und auch Nachteile, die das Fahrzeugleasing für Unternehmen wie auch Privatpersonen bietet, erstrecken sich über unterschiedliche Ebenen, sind aber vor allem von finanzieller Natur. Die Weichen für Vorteile beim Leasing ihrerseits lassen sich bereits vor Abschluss des Leasingvertrags stellen. Grundsätzlich haben Leasingnehmer dabei die Wahl zwischen einem Kilometerabrechnungs-  und einem Restwertabrechnungsvertrag.

Beim Kilometerabrechnungsvertrag vereinbaren Leasinggeber und Leasingnehmer eine definierte Laufzeit und eine in diesem Zeitraum maximal zu erreichende Laufleistung in Kilometern. Auf Basis dieser beiden Komponenten wird dann der Restwert errechnet und zusammen mit anderen Faktoren (Sonderzahlung, Zinsen, Gewinnmarge, etc.) ergibt sich daraus die monatliche Leasingrate. Am Ende der Leasinglaufzeit reicht im Prinzip ein Blick auf den Kilometerstand um sehen zu können, ob mehr oder weniger als die vereinbarte Laufleistung gefahren wurden. Bei mehr Kilometern muss der Leasingnehmer nachzahlen - auf Basis eines festen Satzes pro Kilometer. Wurde hingegen weniger gefahren, erhält der Leasingnehmer etwas zurück. Zudem gelten auch bestimmte Toleranzwerte. Über- oder unterschreitet man diese beim Kilometerleasing, muss man weder etwas draufzahlen noch erhält man etwas zurück. Was die Verwertung des Leasingfahrzeuges angeht, liegt diese hier alleine beim Leasingeber, der damit auch das Restwertrisiko trägt. Der Leasingnehmer zahlt hier also nur für Schäden und Mehrkilometer.

Beim Restwertleasing wiederum wird im Leasingvertrag festgeschrieben, welchen Restwert das Fahrzeug nach Ablauf der Leasingdauer noch haben wird. Endet der Vertrag, verkauft die Leasinggesellschaft das Fahrzeug. Liegt der Erlös über dem vorher kalkulierten Restwert, erhält der Leasingnehmer einen Großteil dessen. Liegt der Erlös jedoch unter dem eigentlichen Restwert, muss der Leasingnehmer für die Differenz aufkommen.  Da die Kalkulation vom Restwert vielen Faktoren unterliegt (Marktlage, Verschleißerscheinungen, etc.), ist das Restwertleasing eher mit Vorsicht zu genießen und nur empfehlenswert, wenn man schon bei Vertragsabschlus vor hat, das Fahrzeug am Vertragsende zu erwerben.  Fällt zudem am Ende des Leasings eine hohe Rückzahlung für den Leasingnehmer an, weil der erzielte Erlös deutlich unter dem kalkulierten Restwert liegt, war am Ende auch das Leasing teurer und die Leasingraten im Nachhinein lagen höher als vorher berechnet. 

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