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Auto Leasing - Weniger Emissionen: Der Benzin-Partikelfilter

Autor: Redaktion LeasingTime.de


Weniger Emissionen: Der Benzin-Partikelfilter

Autofahren ist nicht nur nicht mehr wegzudenken, sondern macht auch großen Spaß und erfreut sich weltweit großer Beliebtheit. Doch bei der Nutzung des Fahrzeugs werden auch schädliche Stoffe freigesetzt, die dem Menschen und seiner Umwelt schaden können. Dazu gehören neben Stickoxiden auch Rußpartikel. Um eine Ausbreitung dieser gefährlichen Stoffe zu minimieren, benötigt man in Fahrzeugen Filter, die die schädlichen Stoffe binden und einen übermäßigen Ausstoß in die Umwelt verhindern. Sowohl Fahrzeuge mit Diesel- als auch mit Otto-Motor müssen deshalb mit Filtersystemen ausgestattet werden, die gesetzlichen Vorgaben entsprechen müssen. Fehlt ein Filtersystem oder ist dieses veraltet, kann ein Fahrzeug nicht oder nur für bestimmte Bereiche des öffentlichen Straßenverkehrs zugelassen werden. Besonders ältere Fahrzeuge dürfen dann etwa keine Innenstädte befahren, wenn die Voraussetzungen für die benötigte Umweltplatte fehlen. Wir zeigen Ihnen, was unter einem Partikelfilter bei Otto-Motoren zu verstehen ist und welche Auswirkungen ein fehlender Filter hat. Denn nicht nur Diesel-Fahrzeuge sind vom Feinstaub-Problem mangels geeignetem Filter betroffen, auch viele Benziner erfüllen nicht mehr die gesetzlichen Vorgaben der aktuellsten Normen.


Was ist ein Benzin-Partikelfilter?

Ein Benzin-Partikelfilter arbeitet grundsätzlich ähnlich wie Filtersysteme bei Dieselfahrzeugen. Der beim Brennvorgang erzeugte Abgasstrom läuft durch den Filter, der wabenförmig aufgebaut ist. Der Filter besteht aus einer hitzebeständigen Keramik (Cordierit), in der sich dann die Rußpartikel ablagern. Dabei gibt es unterschiedliche Filterwände, die die schädlichen Partikel aufnehmen, die vom Motor in Richtung Filter geleitet werden. In gewissen Abständen werden dann die abgelagerten Partikel verbrannt. Dies geschieht etwa alle 500 bis 1.000 Kilometer. Zurück bleibt dann Asche, die den Filter mit der Zeit zusetzen kann. Deshalb muss der Filter gereinigt und mit der Zeit erneuert werden, damit die Emissionswerte gewahrt bleiben. Bis jedoch ein Filter bei Otto-Motoren ausgetauscht werden muss, kann es bis zu zehn Jahre dauern. Die Kanäle des Filters, durch die die Abgase geleitet werden, sind wechselseitig verschlossen. Dies hat zur Folge, dass die Abgase die Filterwände gezwungenermaßen durchlaufen müssen und sich so die Partikel absetzen können. Die herausströmende Luft ist dann partikelreduziert und schadet nicht mehr so stark der Umwelt.


Wie gefährlich sind Rußpartikel für die menschliche Gesundheit?

Schon seit längerem warnen Mediziner und Umweltforscher vor Rußpartikeln, die nicht nur durch Dieselfahrzeuge, sondern auch durch Benziner mit Direkteinspritzung verursacht werden. Auch weitere schädliche Stoffe wie Kohlenmonoxid und Stickoxide werden dabei freigesetzt. Rußpartikel sind winzig kleine Teilchen, die sich in der menschlichen Lunge ablagern können und dabei verschiedene Krankheiten verursachen können. Dazu zählen vor allem Atemwegserkrankungen wie Asthma, aber auch Lungenkrebs kann sich bei einer gewissen Anreicherung von Rußpartikeln in der Lunge bilden. Auch das Herz-Kreislauf-System kann durch die Nanopartikel beeinträchtigt werden. Dies ist besonders in Regionen mit einem verstärktem Verkehrsaufkommen wie Innenstädten der Fall, in denen Abgaswerte überschritten werden können. Während aber ab 1992 für Benzin-Fahrzeuge keine Grenze für den Ausstoß von Rußpartikeln gesetzt wurde (für Diesel hingegen 140mg/km), ist man aber 2017 dazu übergegangen, für Diesel und Benziner einen einheitlichen Grenzwert von 4,5 mg/km festzusetzen.


Warum spielt das Thema jetzt auch bei Benzinern eine Rolle?

Seit dem Diesel-Skandal ist das Thema Feinstaub vor allem in Innenstädten immer weiter in den Fokus des politischen und öffentlichen Interesses geraten. Doch nicht nur Dieselfahrzeuge verursachen Rußpartikel und müssen mit einem entsprechenden Filtersystem ausgestattet werden. Auch Benziner müssen zukünftig umgerüstet werden, wenn die neue Euro-Norm 6d TEMP in Kraft tritt. Dabei werden die Abgasregelungen strenger, so dass auch Fahrzeuge mit einem Otto-Motor über ein entsprechendes Filtersystem verfügen müssen. Viele Autohersteller lassen deshalb Fahrzeugreihen ohne entsprechendes Filtersystem bei der Produktion auslaufen, während neue Baureihen jetzt serienmäßig mit einem Ottopartikelfilter ausgestattet werden. So ist man auch in Zukunft auf der sicheren Seite.

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