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So setzt sich der Benzinpreis zusammen

AUTOR: REDAKTION | 10. AUGUST 2017


So setzt sich der Benzinpreis zusammen

Benzinpreis: So setzt er sich zusammen

Erinnern Sie sich an den April 2011? Der Schock beim Tanken an der Tankstelle saß damals bei vielen Autofahrern sehr tief. Nie zuvor mussten sie so viel Geld für Sprit bezahlen wie in diesem Monat. Im Tagesdurchschnitt lag der Preis für Benzin bei 1,62 Euro pro Liter. Für die gleiche Menge Diesel wurde durchschnittlich 1,47 Euro fällig. Ein Rekord, der April 2011 war der teuerste Monat für Autofahrer überhaupt. Wenn Sie nun glauben, dass die Tankstellenbetreiber in diesem Monat besonders viel Geld verdient haben, irren Sie. In der Tasche der Pächter landet nur ein kleiner Teil der Spritkosten. Der Löwenanteil wandert auf ein anderes Konto. Wohin, dass erfahren Sie hier.

Wie der Preis bestimmt wird

Der aktuelle Ölpreis auf dem Weltmarkt bestimmt zum Teil den Benzinpreis an der Tankstelle. An einer Börse kaufen die Händler große Mengen an Rohöl für ihre Raffinerien ein. Sie handeln dabei einen Preis für die Zukunft aus, denn das Rohöl wird oftmals für Monate im Voraus gekauft. Damit sichern sich die Händler gegen starke Preisschwankungen ab. Verteuert sich der Preis in naher Zukunft, hat das keine Auswirkungen auf den Kaufpreis. Damit erklärt sich auch der Preis an der Tankstelle. Wird das Rohöl deutlich billiger, zeigt sich das nur mit starker Verzögerung an der Säule.

Der sogenannte Produkteinstandspreis trägt zu ungefähr 30 Prozent zum Benzinpreis bei. Darin enthalten sind die Gewinne für die Anbieter des Rohöls und eine kleine Marge für die Händler. Sie berechnen eine kleine Marge für sich, die typischerweise weniger als ein Prozent des Einkaufspreises ausmacht.

Kosten für den Händler

Das gekaufte Rohöl an der Börse kann der Händler nun nicht einfach an der Tankstelle verkaufen. Es muss zuvor in einer Raffinerie zu Benzin oder Diesel umgewandelt werden. Es entstehen Kosten für den Transport und die Herstellung, die der Händler auf Sie als Kunde abwälzt.

Die sogenannten Deckungskosten entfallen auf die Mineralölkonzerne. Dazu zählen neben dem Transport und der Veredelung auch die Lagerung, Verwaltung und der Vertrieb des Treibstoffs. Trotz des enormen Aufwands vom Rohöl zum fertigen Diesel oder Benzin an der Zapfsäule sind die Deckungskosten gering. Ihr Anteil am Spritpreis liegt bei gerade einmal acht bis zehn Prozent. Der Gewinn der Mineralölkonzerne und Raffinerien am Verkauf fertigen Benzins oder Diesel liegt bei rund zwei bis vier Cent pro Liter.

Pauschal zu den variablen Deckungskosten zahlen die Konzerne einen Erdölbevorratungsbetrag von 3,56 Euro pro Tonne Rohöl. Diese Abgabe wurde während der weltweiten Ölkrise in den 1970er Jahren von der Bundesregierung eingeführt.

Der Löwenanteil - die Steuern

Sie haben es vermutlich schon vermutet – nun haben Sie Gewissheit: Fast zwei Drittel der Kosten für einen Liter Kraftstoff setzen sich aus verschiedenen Steuern und Abgaben zusammen. Der Staat profitiert enorm vom Benzinpreis. Je mehr Geld Sie an der Tankstelle zahlen, umso mehr Geld fließt in die Staatskasse.

Die Mineralölsteuer gibt es zwar nicht mehr, sie heißt nun einfach Energiesteuer. Ihre Höhe richtet sich nach der Treibstoffart und macht Benzin und Diesel besonders teuer. Je umweltfreundlicher ein Kraftstoff ist, umso geringer fällt die Besteuerung aus. So werden Flüssig- und Erdgas mit rund 18 Cent pro Kilogramm nur verhältnismäßig gering besteuert. Anders sieht es hingegen bei Diesel aus, hier werden 47,04 Cent pro Liter fällig. Beim Benzin beträgt die Energiesteuer sogar 65,45 Cent pro Liter. Diese Beträge sind fix und unabhängig von den Preisen an der Zapfsäule

Auf die Energiesteuer kommt nun noch die pauschale Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent. Sie wird auf den Preis pro Liter erhoben, also auch auf die Energiesteuer. Je höher der Benzinpreis ist, umso mehr Mehrwertsteuer fließt in die Staatskasse.

Was der Tankstellenbetreiber bekommt

Der Benzinpreis setzt sich also aus drei großen Bereichen zusammen:

Steuern und Abgaben: rund 60 Prozent

Gewinn der Rohölhändler und Käufer an der Börse: rund 30 Prozent

Kosten für Produktion und Vertrieb: rund 10 Prozent

Für den Tankstellenbetreiber bleibt unter dem Strich nur ein marginaler Gewinn übrig. Er beträgt nach Abzug der Betriebskosten rund ein bis maximal zwei Cent pro Liter. Falls Sie beim nächsten Tanken wieder Frust über die hohen Preise schieben, lassen Sie es also nicht am Tankwart aus.

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