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Anhänger, sofern sie im Straßenverkehr bewegt werden, müssen in der Regel zur Hauptuntersuchung beim TÜV vorgeführt werden. Dort werden unter anderem Aspekte wie Lichtanlage, Reifen, Rahmen, Bremsen, die Aufhängung und Federung überprüft. Kurzum, der Prüfer wird den Anhänger auf Herz und Nieren checken. Nicht vergessen sollten Sie auf jeden Fall den Fahrzeugschein, außerdem sollte das Typenschild des Anhängers sauber und gut lesbar sein.

Handelt es sich um einen gebremsten Anhänger, so werden selbstverständlich auch die Bremsen im Zuge der Hauptuntersuchung einer Prüfung unterzogen. Die Einstellung und Inspektion besonders sicherheitsrelevanter Teile wie der Bremsen sollten Sie einer Fachwerkstatt überlassen, sofern Sie nicht selbst in diesem Bereich tätig sind. Die Fachwerkstatt kann die Bremsen bereits vor der Hauptuntersuchung überprüfen, gegebenenfalls reparieren und korrekt justieren.


Überprüfung des Anhängers vor der Hauptuntersuchung

Überraschungen beim TÜV-Termin können Sie vermeiden, wenn Sie Ihren Anhänger vorab selbst schon mal einem Check unterziehen. Rahmen, Deichsel und Boden des Anhängers sollten vor der Hauptuntersuchung auf offensichtliche Defekte überprüft und gegebenenfalls instandgesetzt werden. Verfügt der Anhänger über einen abnehmbaren Spriegel, so sollte der feste Sitz auf dem Anhänger überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Vorhandene Planen müssen intakt und ohne große Risse sein, auch müssen die Befestigungspunkte in Ordnung sein. Der Prüfer wird auf diese Punkte achten, da eine während der Fahrt verlorene Anhängerplane eine nicht zu unterschätzende Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellen kann. Defekte oder eingerissene Planen können von Spezialunternehmen problemlos repariert werden. Verfügt der Anhänger über einen Kofferaufbau, muss auch dieser intakt, in sich stabil und frei von größeren Beschädigungen sein. Das gleiche gilt für Wohnwagen. Hier sollten Sie zudem den festen Sitz nachträglich angebrachter Teile, wie beispielsweise Schienen für Vorzelte, überprüfen. Bei Pritschenanhängern sollten Sie vor dem Termin beim TÜV Scharniere und Verschlusseinrichtungen checken. Verschlüsse, Schließhaken und Einfallösen von Bordwänden müssen funktionsfähig und etwaig vorhandene Sicherungshaken oder Sicherungsstifte am Anhänger vorhanden sein. Fehlende oder defekte Teile sollten Sie ersetzen.


Überprüfung der Lichtanlage

Vor der Fahrt zur Hauptuntersuchung sollten Sie auf jeden Fall die Lichtanlage überprüfen. Dies ist einfach und kann von jedermann selbst erledigt werden. Umso ärgerlicher wäre es, wenn der Anhänger wegen einer defekten Lichtanlage erneut beim TÜV vorgeführt werden muss. Am einfachsten gestaltet sich die Überprüfung der Lichtanlage, wenn eine zweite Person dabei hilft. Der Markt bietet auch spezielle Testgeräte für die Lichtanlage von Anhängern, die Anschaffung wird sich für den Privatanwender jedoch kaum lohnen. Einfacher ist es, den entsprechenden Anhänger wie gewohnt an das Zugfahrzeug anzuschließen, um die Beleuchtungseinrichtungen zu testen. Schalten Sie hierzu die Blinker jeweils rechts und links ein und überprüfen Sie die korrekte Funktion am Heck des Anhängers. Vergessen Sie auch nicht die Warnblinkanlage. Anschließend erfolgt die Funktionsprüfung des Rücklichts, hierbei sollte auch Augenmerk auch auf die Nummernschildbeleuchtung, sowie möglicherweise vorhandene Umrissleuchten und Begrenzungsleuchten gelegt werden. Die Funktionen lassen sich besonders einfach überprüfen, wenn sich eine Person im Fahrzeug befindet und die Beleuchtungsanlage bedient, während die zweite Person außen am Anhänger die Lichtsignale überprüft und Rückmeldung gibt. Vor allem die einwandfreie Funktion des Bremslichts können Sie am besten zu zweit überprüfen. Verfügt der Anhänger über eine Nebelschlussleuchte, so schalten Sie auch das Nebelschlusslicht ein. Sind am Anhänger Rückfahrleuchten vorhanden, so können diese nach Einlegen des Rückwärtsgangs am Zugfahrzeug überprüft werden. Defekte an der Lichtanlage sollten vor der Fahrt zum TÜV behoben werden. Sind lediglich die Leuchtmittel beziehungsweise die Birnchen defekt, können Sie sie in der Regel relativ einfach selbst austauschen. Vor der Fahrt zum TÜV sollte auf jeden Fall noch überprüft werden, ob alle vorgeschriebenen Reflektoren noch am Anhänger vorhanden sind, so wie es dem Auslieferungszustand entspricht. Oft sind Reflektoren älterer Anhänger zerbrochen oder verlorengegangen, diese sollten gegen neue ersetzt werden. Das gleiche gilt für möglicherweise vorhandene Unterlegkeile, wie sie für Anhänger ab einem bestimmten Gesamtgewicht vorgeschrieben sind.


Gern vergessen: Die Reifen des Anhängers

Schlussendlich sollten Anhängerbesitzer ein besonderes Augenmerk auf die Reifen legen. Gern geraten diese in Vergessenheit – vor allem dann, wenn der Anhänger selten bewegt wird und rein optisch noch genug Profil auf den Laufflächen vorhanden ist. Der TÜV-Prüfer überprüft jedoch auch, ob die Reifen rissig oder porös sind, was bei älteren Reifen der Fall sein kann. Der Gummi der Reifen altert, auch wenn der Anhänger nicht bewegt wird, besonders, wenn die Reifen direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Das Alter der Reifen können Sie anhand der sogenannten DOT-Nummer auf der Reifenflanke überprüfen.

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