Login



Ein Kilometerleasing ist so aufgebaut, dass im Vertrag eine bestimmte Kilometerleistung pro Jahr festgelegt wird. Beträgt diese beispielsweise 15.000 Kilometer und läuft der Leasingvertrag über die häufig gewählte Laufzeit von 36 Monaten, also drei Jahre lang, dann darf der Leasingnehmer in diesem Zeitraum insgesamt 45.000 Kilometer mit dem Auto fahren.

Soweit die Theorie beziehungsweise die Rahmenbedingungen. In der Praxis kann es natürlich immer wieder einmal vorkommen, dass es eventuell gegen Ende der Leasingdauer etwas knapp wird mit den Kilometern und doch etwas mehr gefahren wird, als ursprünglich beabsichtigt. Dies kann beispielsweise dann schnell der Fall sein, wenn sich durch einen Umzug oder einen Jobwechsel der Weg zum Arbeitsplatz verlängert. Hat das Fahrzeug am Ende des Leasingvertrags mehr Kilometer auf dem Tacho, als vereinbart, spricht man von so genannten Mehrkilometern. Da der Restwert des Autos am Ende des Leasingvertrags unter anderem vom Kilometerstand abhängt, ist es nur allzu verständlich, dass bei einer Überschreitung der vereinbarten Kilometer prinzipiell eine Nachzahlung fällig wird.

Banken gewähren in der Regel 2.500 km Kulanz

Doch um hier eine Sorge gleich zu nehmen: Praktisch alle Leasingbanken gewähren normalerweise eine auch vertraglich ganz offiziell so festgehaltene Kulanz bei Mehrkilometern, die in der Regel 2.500 Kilometer beträgt. Bleibt der Leasingnehmer also innerhalb dieser Grenze und fährt im obigen Beispiel während der drei Jahre Leasing etwa 46.500 statt der eigentlich vereinbarten 45.000 Kilometer, so ist dies überhaupt kein Problem. Denn hier bleiben die Mehrkilometer innerhalb der vorgesehenen Kulanz und es entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Es ist also auf jeden Fall schon einmal gut zu wissen, dass man bei Rückgabe des Leasingfahrzeugs nicht schon für wenige Mehrkilometer nachbezahlen muss. Die entsprechende Kulanz bei Mehrkilometern ist übliche Praxis bei nahezu allen seriösen Leasinggebern. In der Regel ist davon auszugehen, dass der Leasingnehmer sich vor dem Leasing überlegt beziehungsweise durchgerechnet hat, wie viele Kilometer er in etwa mit dem Fahrzeug fahren wird. Insofern ist eine „Freigrenze“ von immerhin 2.500 km durchaus üppig und erfahrungsgemäß in vielen Fällen ausreichend. Denn dieser Puffer ermöglicht es zum Beispiel oft auch noch, kurz vor Ende von dem Leasingvertrag eine typische Urlaubsreise innerhalb Europas mit dem Auto zu unternehmen.

Wird der Rahmen von 2.500 Mehrkilometern jedoch überschritten, so sollten Leasingnehmer damit rechnen, dass nach der Rückgabe des Fahrzeugs eine entsprechende Nachzahlung zu leisten ist. Diese wird dann ab dem 2.501. Mehrkilometer berechnet. Bei der Gebühr handelt es sich um einen bestimmten Betrag pro zu viel gefahrenem Kilometer, der sehr stark vom Fahrzeugtyp und vom Leasingvertrag abhängt. Da es sich letztlich um einen Ausgleich für die höhere Wertminderung (oder den geringeren Restwert) des Autos handelt, sind Mehrkilometer meist umso teurer, je höher der Listenpreis des Fahrzeugs ist. Bei einem Sportwagen einer Edelmarke wird man also tiefer in die Tasche greifen müssen, als beispielsweise bei einem Kompaktwagen.

Beispielrechnung für Mehrkilometer

Anfallende Kosten für Mehrkilometer lassen sich auch selbst sehr einfach berechnen. Dazu werden einfach die Kilometer, die über die Grenze von 2.500 km hinausgehen, mit dem entsprechenden Betrag pro Mehrkilometer multipliziert. Legt also unser Fahrer aus dem oben angeführten Beispiel während der drei Jahre Leasingzeit zum Beispiel 49.000 statt der eigentlich vereinbarten 45.000 Kilometer mit seinem Leasingfahrzeug zurück, so sind 4.000 Mehrkilometer angefallen. Abzüglich der Freigrenze von 2.500 km verbleiben hier also 1.500 „echte“ Mehrkilometer, die der Leasingbank bezahlt werden müssen. Liegen die Kosten für Mehrkilometer beispielsweise bei 10 Cent je km, so muss hier also mit einer Nachzahlung von 150 Euro gerechnet werden.

Es empfiehlt sich in jedem Fall, sich vor dem Leasing zu informieren, welche Kosten bei etwaigen Mehrkilometern anfallen, wenn die Kulanz überschritten wird. Bei vielen Angeboten bei Leasingtime.de finden Sie bereits Angaben zu den Gebühren für Mehrkilometer. Bei Rückfragen und für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie uns selbstverständlich auch gerne kontaktieren!

 

Artikel teilen:

Bei Google+ teilen