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Was gilt es beim Leasing eines Fahrzeugs unbedingt zu beachten?

Wenn Sie sich für das Leasing eines Fahrzeugs entschieden haben, sei es als Unternehmen wie auch als Privatperson, sollten Sie einige Dinge unbedingt beachten, um weder während des Autoleasings noch bei Rückgabe Ihres Leasingfahrzeugs böse Überraschungen zu erleben.  Was genau Sie beachten sollten, fassen wir im Folgenden für Sie zusammen.

Der erste Schritt beim Leasing: Die Auswahl der richtigen Leasingbank

In der Regel wird ein Leasingauto über eine Leasingbank finanziert, also ein Kreditinstitut, dass sich auf die Finanzierung von Leasing spezialisiert hat. Viele Autohersteller verfügen über eine separate Leasingbank, über die sie das Leasing ihrer Fahrzeuge finanzieren. Natürlich aber gibt es auch andere, Hersteller unabhängige Leasingbanken, die ebenso die Finanzierung von Leasingautos - egal ob als Firmenwagen oder für private Zwecke - übernehmen.  Wichtig ist neben dem Zinssatz und den Zahlungskonditionen, welche Zusatzleistungen die Leasingbank bietet, also beispielsweise einen Service-Ersatzwagen, der bei Wartungen und Reparaturen kostenfrei genutzt werden kann, zusätzliche Versicherungen, etc.

Es lohnt sich also, neben der Höhe der monatlichen Leasingraten und dem Zinssatz auch das Drumherum an Angeboten bei einer Leasingbank zu lesen und mit anderen Leasingbanken zu vergleichen. Mindestens ebenso ratsam ist es darauf zu achten, dass die Leasingbank direkt eine Herstellerbank oder Mitglied der "Faire Fahrzeugbewertung VMF" ist, einem Verband verschiedener Leasing- und Fuhrparkunternehmen, der einheitliche und faire Rücknahmebedingungen definiert hat und diese auch für alle zugänglich zum Download anbietet. Diese Checklisten bezüglich der Bewertungskriterien bei Rücknahme eines Leasingfahrzeugs, sind also bereits vor eigentlichem Leasingbeginn eine Lektüre wert.

Kilometer- oder Restwertleasing: Eine wichtige Entscheidung für jeden Leasingnehmer

Ob Neuwagen oder Gebrauchtwagen, Firmenwagen oder Leasingauto für private Zwecke: Nach der Entscheidung für die passende Leasingbank ist die Frage nach Kilometer- oder Restwertleasing der nächste Baustein für ein Leasing mit transparenten und planbaren Kosten. Denn beide Leasingformen unterscheiden sich grundlegend voneinander. Hier die richtige Entscheidung zu treffen, kann helfen, bares Geld zu sparen.

Kilometerleasing

Beim Leasing auf Basis eines Kilometervertrags wird festgeschrieben, welche Laufleistung Sie mit Ihrem Leasingauto während der Nutzungsdauer voraussichtlich zurücklegen werden.  Auf Basis dieser Kilometer wird dann der Wertverlust errechnet, d.h. die Differenz zwischen Neuwagenpreis bzw. Anschaffungspreis und kalkuliertem Restwert nach Leasingende. Diese Differenz wird zuzüglich Zinsen, Gebühren und Gewinnmarge für den Leasinggeber auf die monatliche Leasingrate umgelegt. Bei der Rückgabe durch den Leasingnehmer wird das Leasingauto auf Schäden, Mängel, etc. von einem unabhängigen Gutachter untersucht und der Kilometerstand festgehalten.

Handelt es sich um normale Gebrauchsspuren und entspricht die Laufleistung innerhalb einer Toleranz von 2.000 bis 2.500 Kilometern der vorher vereinbarten, müssen Sie beim Kilometerleasing in der Regel nicht mit einer Nachzahlung rechnen.  Variablen sind dennoch einige vorhanden. Das gilt zum Beispiel für den Erstattungssatz in Eurocent pro zu viel gefahrenem Kilometer. Sind Sie also erheblich mehr als die vereinbarten Kilometer gefahren, wird davon die Toleranz abgezogen und die restlichen Mehrkilometer müssen Sie zum vertraglich festgehaltenen Abrechnungssatz zahlen. Sind Sie erheblich weniger gefahren, wird auch hiervon die Toleranz abgezogen und Sie erhalten eine Rückerstattung, jedoch zu einem geringeren Erstattungssatz.

In jedem Fall kommen Sie - sofern Sie Ihr Leasingfahrzeug pfleglich behandelt haben - mit einer eventuellen Nachzahlung für zu viel gefahrene Kilometer, ohne erhebliche Nachforderungen aus Ihrem leasingvertrag heraus, denn das Restwertrisiko trägt beim Kilometerleasing ausschließlich der Leasinggeber. Es gibt Leasinggeber, die eine Kaufoption zulassen. So könnten Sie nach Ablauf der Leasingdauer das Leasingauto auch kaufen. Hier aber gilt es im Einzelfall abzuwägen.

Zu beachten ist beim Kilometerleasing in jedem Fall, dass Sie einschätzen können, wie viele Kilometer Sie pro Jahr fahren. Eine nachträgliche Anpassung der Laufleistung nach oben oder unten ist zwar möglich, in der Regel aber mit Gebühren und Aufwand verbunden.

Restwertleasing

Beim Restwertleasing trägt der Leasingnehmer das Restwertrisiko. Er muss also den im Leasingvertrag vereinbarten Restwert garantieren. Kann also die Leasingbank das Leasingfahrzeug nach Ende der Nutzungsdauer nicht zu diesem Restwert weiterverkaufen, muss der Leasingnehmer diese Differenz zahlen. Da die Faktoren, die zu einem geringeren Restwert als vorher vereinbart führen können, oft intransparent und für den Leasingnehmer schwer nachzuvollziehen sind, birgt das Restwertleasing immer eine größere Portion an Risiko.

Hinzu kommt, dass nicht selten Streit zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber entsteht, wenn es um die Einordnung der Schäden geht: Sind es noch normale Gebrauchsspuren und schon gravierende Mängel? Je nachdem sinkt nämlich auch hier der Restwert erheblich und damit steigt die Differenz, die der Leasingnehmer dann zahlen muss.

Andere Fallstricke finden sich in Klauseln wie dem Andienungsrecht. Hierbei wird der Leasingnehmer dazu verpflichtet, das Leasingauto zum vereinbarten Restwert kaufen muss, selbst wenn das Fahrzeug weniger Marktwert hat. Andererseits kann die Leasinggesellschaft das Auto auch zu einem höheren Preis als den Restwert verkaufen. Von diesem Überschuss erhält der Leasingnehmer aber nur einen kleineren Teil, also ca. 25%.

Leasingsonderzahlung bei jeder Leasingform möglich

Unabhängig davon, ob Sie sich für ein Restwertleaisng oder ein Leasing auf Basis eines Kilometervertrags entscheiden, sollten Sie immer das Für und Wider einer Leasingsonderzahlung abwägen. Hierbei handelt es sich um eine Art erste große Leasingrate, die spätestens beim Abholen des Leasingfahrzeugs entrichtet werden muss und gut und gerne auch bei 20-30% des Fahrzeugwerts liegen kann.  Der Vorteil einer Leasingsonderzahlung: Sie senkt u.a. das Risiko des Leasinggebers, was das Ausfallen der Leasingraten angeht, was automatisch auch zu niedrigeren Leasingraten führt. Der Nachteil: Es wird Kapital gebunden bzw. muss im schlimmsten Fall teures Fremdkapital (Kredit) besorgt werden, um die Leasingsonderzahlung entrichten zu können.

Wer sein Leasingauto liebt, der hegt und pflegt es

Um als Leasingnehmer am Ende der Nutzungsdauer keine bösen Überraschungen in Form hoher Nachzahlungen beim Autoleasing zu erhalten, sollte in jedem Fall darauf achten, das Leasingauto immer pfleglich zu behandeln, Kratzer und Dellen möglichst zu vermeiden und anstehende Wartungen und Reparaturen nur in Vertragswerkstätten zeitnah durchzuführen. Auch ist es empfehlenswert, das Leasingauto vor Rückgabe professionell aufbereiten und von kleineren Dellen und Kratzern befreien zu lassen. Das senkt das Risiko, am Ende draufzahlen zu müssen.

Pünktlich zahlen - Ein Muss beim Leasing

Ebenso wichtig ist es, dass Sie unabhängig von der jeweiligen Leasingform, Ihre Leasingraten immer pünktlich begleichen, am besten durch eine Einzugsermächtigung oder einen Dauerauftrag. Zu spät oder gar nicht gezahlte Leasingraten können zu einem negativen Schufaeintrag (für Privatpersonen) oder einem negativen Eintrag bei Creditreform (für Unternehmen) nach sich ziehen. Und diese negativen Einträge machen den Abschluss eines erneuten Leasingvertrages praktisch unmöglich oder eben sehr teuer. Im schlimmsten Fall kann es bei zu oft zu spät oder nicht gezahlten Leasingraten zu einer Kündigung durch die Leasingbank kommen.

Leasingtime.de: Immer die richtige Zeit für faires Leasing

Wir von Leasingtime.de bieten eine Plattform, auf der "alte" und "neue" Leasingnehmer einfach und transparent zusammenfinden. So können laufende Leasingverträge günstig und schnell abgegeben und ebenso einfach übernommen werden. Beide Seiten sparen Kosten und Zeit und profitieren von höchster Transparenz. So werden auf Leasingtime.de beispielsweise Restwertverträge deutlich als solche gekennzeichnet. In der Regel sind es jedoch Kilometerverträge, die abgegeben bzw. übernommen werden. Auch bieten wir praktische Services, wie beispielsweise die Vermittlung eines professionellen und unabhängigen Gutachters. Dieser kann eventuelle Schäden und Mängel vor Übernahme und Umschreibung eines laufenden Leasingvertrags detailliert protokollieren und damit sicherstellen, dass man als Übernehmer eines laufenden Leasingvertrags nicht für bereits vorhandene Schäden zahlt. Weitere Vorteile, die eine Leasingübernahme auf Leasingtime.de bietet, finden sich in niedrigen Leasingraten und kurzen Restlaufzeiten.

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